Raps

Wer kennt sie nicht, die im Mai so leuchtend gelb blühenden Rapsfelder im Bliesgau? Sie sind Teil unserer Kulturlandschaft. Geerntet wird der Raps im Juli, anschließend auf Qualität geprüft und zu bestem Speiseöl verarbeitet.
In Mitteleuropa lassen sich die Anfänge des Rapsanbaus bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Intensive Züchtungsarbeit ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts machte es möglich Erucasäurefreie Rapssorte zu züchten und in den Markt einzuführen. Heute steht das Rapsöl dem Olivenöl in nichts nach.
Rapsöl hat einen kräftigen, urtypischen, zart nussigen Geschmack. Das besonders schonende Kaltpressverfahren garantiert höchste Qualität. Ernährungswissenschaftler empfehlen dieses wertvolle Pflanzenöl wegen seiner einzigartigen Fettsäurenzusammensetzung. Es spielt bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine wichtige Rolle. Ideal für eine ausgewogene Ernährung. Reich an natürlichem Vitamin E.
Zur Anwendung in der kalten Küche, für Salate, Dressings und zum Braten bis 160°C.



Leindotter

Leindotter ist eine sehr alte Kulturpflanze, die bereits vor über 4000 Jahren in Zentraleuropa beheimatet war. Dies belegen Funde aus der Zeit der Kelten, wo es wegen des Geschmacks und den Inhaltstoffen das meist verwandte Speiseöl war. Lange bevor andere Nutzpflanzen (z.B. Sonnenblumen, Kartoffeln, Raps) eine Rolle für unsere Ernährung spielten, wussten unsere Vorfahren das Leindotteröl zu schätzen.
Als eine der wenigen Regionen in Deutschland finden sich heute im Bliesgau größere Anbauflächen von Leindotter. Die urkundlich erwähnte Leindotternutzung geht hier auf das 18. Jahrhundert zurück.
Die Zusammensetzung der Fettsäuren ist äußerst überraschend: Leindotteröl vereint viele positive Eigenschaften anderer Speiseöle. Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Alpha-Linolensäure (ca. 32 und 40 %) und Linolsäure (ca. 14 und 20 %). Damit beträgt das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren in Leindotter etwa 1:3. Dieser Wert kommt den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung definierten Idealwerten sehr nahe. Untersuchungen ergaben, dass hohe Anteile von Omega-3-Fettsäuren das Wachstum von Krebszellen hemmen.
Als weitere wichtige Fettsäure enthält Leindotteröl die einfach ungesättigte Ölsäure, von der angenommen wird, dass sie den Anteil an Cholesterin im Blut positiv beeinflusst.

Weitere Infos unter www.Leindotter.de



Sonnenblume

Während ihres Wachstums wenden sich Sonnenblumen immer der Sonne zu. So speichern sie besonders viel Sonnenenergie.
Bevor die Sonnenblumen von Amerika nach Europa kamen verehrten die Azteken sie als heilige Pflanze. Die Samen nutzten die Indianer auch medizinisch, z.B. bei Insektenstichen.
Unser Sonnenblumenöl aus dem Bliesgau hat mit den Raffinerie-Produkten aus den Supermärkten nichts gemein. Es wurde behutsam in Kaltpressung gewonnen und verfügt so über eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe. Neben dem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (sehr hoher Linolgehalt) sind Carotinoide, Lecithin und reichlich Vitamin E enthalten.
Mit seinem milden Geschmack ist unser Sonnenblumenöl ein ideales Alltagsöl für die anspruchsvolle Küche. Ideal zu Rohkost, Salaten, Saucen oder zum Dünsten und Braten bis 160°C.



Hanf

Seit der Antike ist die Verwendung der Hanfsamen in Europa belegbar. Die Menschen des frühen Mittelalters haben vor allem die Fasern der Hanfpflanze genutzt, um aus ihnen Kleidung, Papiere, Seile und Segeltuch zu gewinnen. Gleichzeitig entdeckte man die Früchte des Hanfes als Nahrungsmittel und zur Ölgewinnung für Speisezwecke. Seine Wuchshöhe beträgt 2 bis 4 Meter. In guten Jahren sogar bis 5 Meter und darüber.
Edles Hanföl besitzt einen sehr delikaten und außerordentlich feinen Geruch, leicht fruchtig, nach frischem Heu duftend. Ausgewählte Bauernhöfe des Bliesgaus liefern die Samen. Im Geschmack sind zarte Anklänge an Haselnüsse herauszuschmecken. Ein besonders schonendes Pressverfahren garantiert höchste Qualität dieses Naturprodukts. Hanföl kann pur oder mit einem zweiten geschmacksneutralen Öl z.B. Sonnenblumenöl verwendet werden.
Hanföl eignet sich hervorragend zum Beimischen unter Salatsaucen, Quarkcremes oder Gemüsegerichte. Bereits zwei Teelöffel Hanföl decken den Tagesbedarf an ungesättigten Fettsäuren.



Mariendistel

Wanderer im Bliesgau erkennen die Mariendistel an ihren großen, grün weiß marmorierten Blättern die dornig gezähnt sind. Im Spätsommer entwickeln sich die Felder zu einem Meer aus Purpur, bevor sich in den Körben langsam sich die Ölsamen entwickeln.
Das Öl der Mariendistel ist ein sehr hochwertiges Produkt, das schonend gewonnen wird. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Der hohe Anteil an natürlichem Vitamin E und von ungesättigten Fettsäuren machen Distelöl für den Feinschmecker interessant. In der traditionellen Volksheilkunde wird dem Distelöl Wirksamkeit gegen Leber- und Gallenbeschwerden zugeschrieben. Sein milder Geschmack macht es geeignet für die Zubereitung von Kaltspeisen z.B. Salaten.
Prof. Dr. Wolfgang Blaschek über Mariendistel: "Die klassischen Anwendungsgebiete der Mariendistel sind jedoch Verdauungsbeschwerden, insbesondere bei funktionellen Störungen des ableitenden Gallensystems, auf Silymarin standardisierte Zubereitungen können zur Prophylaxe und Therapie von toxischen Leberschäden und zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose eingesetzt werden."
Zitiert aus: Deutsche Apothekerzeitung



Leinen

Leinen ist eine seit Jahrtausenden bekannte Faserpflanze zur Herstellung von Papier und Textilien. Aber gegen Ende des 18. Jahrhunderts verlor der Lein zunehmend an Bedeutung für Textilproduktion. Heute wird er ausschließlich zur Herstellung des hochwertigen Leinsamenöls angebaut.
Leinsamenöl aus dem Bliesgau und dem benachbartem St. Wendeler Land gilt als ein besonders feines Öl und wird von Gourmets wegen seines einzigartig zarten, eleganten Aromas, ohne aufdringliche Bitternis und Schärfe, hoch geschätzt. Zudem ist es infolge seiner kurzen Haltbarkeit sehr gesucht, da die steinreichen Böden des Landes mit einer Höhenlage von 300 bis 400 m die Ernte sehr aufwendig gestalten. Doch die meisten Ölkenner sind schon seit jeher der Überzeugung, dass die besten Leinsamen mit herausragenden aromatischen Qualitäten von solch relativ kargen Standorten kommen. Die Leinsamen werden schonend gepresst. So bleibt der charakteristische
Geschmack erhalten. Leinsamenöl passt hervorragend zu heimischen Salaten, Quarkspeisen und einfachen Kartoffelgerichten. Das rein pflanzliche Öl ist cholesterinfrei und besitzt den höchsten Anteil an der lebenswichtigen Omega 3-Fettsäure.
Die Haltbarkeit liegt bei höchstens 3 Monaten.



Mohn

Der Mohn ist seit Jahrtausenden in Mitteleuropa beheimatet und seit dem Mittelalter als Heilpflanze bekannt. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war Mohnöl das beliebteste Speiseöl der Deutschen. Nach der Ernte brachte man die Mohnsaat zu den Wasserbetriebenen
Ölmühlen, die die Menschen mit Öl versorgten. Danach verdrängten industrielle Ölfabriken mit Billig-Öl-Raffinaten das wertvolle Mohnöl. Seine Wiederentdeckung als heimische Ackerpflanze wurde zudem durch rechtliche Probleme erschwert.
Doch die allgemeine Rückbesinnung auf traditionelle und gesunde Öle machte
es möglich, dass der Bliesgau Ölmühle eine Sondergenehmigung für Mohnanbau erteilt wurde.
Besonders bei Grünen Salaten und Karotten fördert Mohnöl die Aufnahme von Vitamin A. Die Kombination mit z.B. getrocknetem Gemüse, Schaf- und Ziegenkäse bietet weitere kulinarische Genüsse. Auch frische Kräuter lassen sich gut konservieren. Als Gourmetöl schmeckt es angenehm mild, verdeckt den Eigengeschmack der Speisen nicht, sondern bringt ihn besser zur Geltung.